Propolis
- wegen des Vorkommens an den Fluglöchern von Bienenstöcken,
auch Bienenharz, Bienenleim, Kittharz oder Kittwachs genannt, ist ein starkes
natürlich vorkommendes Antibiotikum und auch Antimykotikum, ein
Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stoffen, deren Zusammensetzung stark
variieren
kann.
Entstehung
Der Grundstoff wird von Honigbienen als harzige Substanz an Knospen und
teilweise auch an Wunden verschiedener Bäume (hauptsächlich
Birken, Buchen, Erlen, Fichten, Pappeln, Rosskastanien und Ulmen) gesammelt.
Weiterverarbeitet, mit Wachs, Pollenanteilen und Speichelsekret angereichert,
handelt es sich um ein bei Stocktemperatur klebriges Baumaterial, das
zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten und Ritzen verwendet
wird.
Außerdem dient das Material dazu, Bakterien und Pilze, die in den
Stock eingeschleppt werden könnten oder vorhanden sind, in ihrer
Entwicklung zu hemmen oder sogar abzutöten. Hierzu werden Oberflächen,
beispielsweise auch das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit
einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen.
Gewinnung
Der Imker kann an verschiedenen Stellen des Bienenkastens, wo von den
Bienen Ritzen o.ä. verkittet wurden, das Propolis abkratzen. Gezielter
kann Propolis durch das Auflegen eines speziellen feinmaschigen Kunststoffgitters
gewonnen werden. Die Bienen verkitten diese störenden Zwischenräume.
Das Gitter wird danach entnommen und in den Gefrierschrank gelegt.
Bei diesen tiefen Temperaturen ist Propolis dann sehr spröde und
springt beim leichten Biegen des Kunstoffgitters von diesem ab.
Eine weitere Verarbeitung des so gewonnenen Rohstoffs kann dann durch
das Auflösen in hochprozentigem Alkohol und anschließendes
Herausfiltern von Verunreinigungen erfolgen. Allerdings unterliegen solche
weiterverarbeiteten Propolislösungen bereits dem Arzneimittelrecht.
Der Imker darf Propolis nicht mit Heilversprechung verkaufen. Im Gegensatz
dazu unterliegen Honig und Pollen dem Lebensmittelrecht.
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